Achtsamkeit
Zunächst haben wir uns die Aspekte Annehmen, Klarheit, Erkenntnis, Loslassen und Zufriedenheit angeschaut. Aber wie kommen wir da hin. Der Schlüssel dazu ist die Achtsamkeit. Sie ist unser Instrument. Aber was heißt Achtsamkeit und wie praktizieren wir sie. Zum Einen geht es darum einfach im Moment zu sein. Mit all unseren Sinnen bei dem zu sein was wir gerade machen. Dabei ist es wichtig offen in der Wahrnehmung und im Geist zu bleiben, nichts hinzuzufügen und nichts wegzunehmen.
Zum Anderen sollten wir auch versuchen die Welt und uns selbst zu betrachten wie die Mutter ihr Kind. Mit liebevoller Zuneigung, sich verbunden fühlend, mitfühlend und umarmend. Wie der Vater klar betrachtend und auf aufbauende Art fördernd. Wie das Kind selbst, offen und neugierig wahrnehmend, spürend, sich selbst und das Leben erlebend. Es wird dabei natürlich vorkommen, dass das (innere) Kind etwas macht was die Eltern nicht gut finden, was es auch zu klären gilt. Die Liebe zum Kind und damit zu uns selbst oder den anderen Lebewesen um uns herum sollte davon aber unberührt bleiben. So wie die Mutter oder der Vater vielleicht nicht gut finden was das Kind gemacht hat, sie es aber trotzdem immer lieben werden. Das ist die Art wie wir mit uns und allen anderen Lebewesen umgehen sollten. Achtsamkeit kann also auch bedeuten mit einem leichten, inneren gespürten Lächeln der Zuneigung für dich und deine Umgebung zu leben.
Die Übung der Achtsamkeit ist nichts anderes als die Übung von liebevoller Zuneigung.
Thich Nhat Hanh
Achtsam zu sein bedeutet, wach zu sein. Es bedeutet, zu wissen, was wir tun.
Die Grundhaltung der Achtsamkeitspraxis ist sanft, akzeptierend und nährend.
Jon Kabat-Zinn
Achtsamkeit strebt nichts an. Sie sieht einfach, was bereits da ist.
Mahathera Gunarantana