Raupe oder Schmetterling II
Sobald wir die Kraft und all das Glück, das in uns selbst ruht, erkennen und davon einmal gekostet haben, verändert sich unsere Wahrnehmung. Wir erkennen die Sinnlosigkeit Objekten gleich welcher Art hinterher zu rennen, wir erkennen die Sinnlosigkeit Schatten fangen zu wollen. Wir sind bereits dabei uns auf wichtigere Dinge auszurichten. Es ist nichts geringeres, als die Wandlung von einer Raupe zu einem Schmetterling auf die wir uns ausrichten. 
Viele Menschen versuchen in gewisser Weise einen möglichst glänzenden oder bunten, einen abschreckenden oder einen tarnenden Panzer zu bekommen, aber es bleibt letztlich doch dabei alle Energie auf das Leben als Raupe zu verwenden. Einige spüren aber auch, dass das Leben als Raupe nur eine Zwischenstation ist und erkennen das Potential für etwas viel wunderbareres in sich. Das Potential das jeder von uns in sich trägt, das Potential eines Schmetterlings, der sich über die Niederungen von Leid, Begrenzungen, Ängsten und der Fesselung an die Abhängigkeit unserer Wünsche erhebt. Das Potential eines wunderschönen, strahlenden und freien Wesens in Einklang, Glück und Frieden mit der Natur. Der Dalai Lama hat einmal gesagt, dass viele Menschen lieber sich im kleinen und bekannten Unglück einrichten, als das große Glück zu probieren. 
Da dies mitunter mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist, ist es wichtig sich immer wieder bewusst zu sein, über das was ist, über das was ich möchte und wie ich das bekomme. Sich bewusst zu machen und auch zu entscheiden, ob ich eine Raupe bleiben will oder ob ich ein Schmetterling sein möchte.