Wenn wir wirklich gehen
Haben wir uns einmal dafür entschlossen wirklich diesen Weg zu gehen, unterstützt und bestärkt durch die Erfahrungen die wir bereits gemacht haben, sollten wir uns aber auch nicht über die Konsequenzen hinweg täuschen. Wenn wir wirklich gehen, gehen wir, es ist meistens kein weiter machen wie bisher mehr möglich. Es ist ein „one-way-ticket“. Meiner Meinung nach gibt es, wenn wir einmal von dem Nektar des Möglichen gekostet haben, auch keine Alternative dazu. Wir gehen ja diesen Weg, da wir erkannt und erfahren haben, dass es eben keinen Sinn macht irgendwelchen Objekten hinterher zu rennen. Wir haben uns entschieden, uns nicht im Dunkeln zu beschweren, das es dunkel ist, sondern einfach in die Wärme und Freude des Lichtes zu gehen. Wir haben uns entschieden glücklich zu sein. Nur sollten wir uns auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies für manche sogar mit existentiellen Veränderungen verbunden sein kann und wird. Die Erkenntnis, dass uns die bisherige Variante des Lebens, den Panzer schön zu polieren oder uns mit diesem oder jenem aufzuwerten, nicht weiter bringt, nicht wirklich glücklich macht und be“friedigt“, gibt uns aber auch Motivation und macht es uns zunehmend leichter weiter zu gehen. Nicht nur ein paar Schritte vorwärts zu gehen, sondern wirklich weiter zu gehen. Wenn wir das tun, dann kehrt eine Zu“frieden“heit und Leichtigkeit ein. Es ist wie sich von alten Dingen die einen belasten zu befreien. Wenn wir wirklich gehen, wohnt dem ein wunderbares Gefühl der Freude inne.


Da diese Texte teilweise aus Vorträgen mit der anschließenden Möglichkeit zu Erläuterungen und Fragen entnommen sind, sei hier noch auf folgendes hingewiesen: Mit der Entscheidung zu gehen ist eine innere gemeint. Dies heißt nicht, dass es jetzt gilt die Familie zu verlassen oder sonstige extreme Kehrtwendungen im Leben zu vollziehen. Es kann richtig sein, muss aber nicht. Es könnte auch genauso gut Flucht sein. Darüber hinaus ist auch zu bedenken, dass wir alle unsere Zeit benötigt haben und wir diese auch anderen zugestehen sollten. Es gilt daher an unserer inneren Einstellung etwas zu verändern und dann aus dem Zugang zu unserem inneren Wissen und der daraus resultierenden Erkenntnis zu erkennen was zu tun ist.