Achtsamkeit und der Genuss des Seins
Wenn wir unsere Sinne also ganz auf das Spüren von dem was ist ausrichten; klar sehend, mit liebevoller Zuneigung und mit offenem Geist, ohne zu verurteilen oder zu bewerten. Dann geschieht es, dass wir ganz in dem Moment sind, wirklich einfach nur sind, ohne hadern, grübeln oder bewerten. Wenn wir ganz im Moment sind stellt sich ein Genuss ein; der Genuss des reinen Seins. Wir genießen den Atem, das Spüren unseres Körpers, die Sonne auf der Haut, die frische Brise, das klare Wasser oder was immer wir gerade in diesem Moment erleben. Wenn wir so rein im Moment sind, wird der Geist ruhig und unsere innere Sonne strahlt durch uns hindurch wie an einem schönen wolkenlosen Tag. In dieser Wärme des eigenen Lichtes erfahren wir uns und unser Leben aus einem Zustand des Friedens und der Wonne. So können wir nicht nur diesen einen Moment, sondern auch die folgenden Momente und damit auch unser Leben genießen. Denn es besteht nur aus einzelnen Momenten, so wie ein Film aus vielen einzelnen Bildern besteht…..und in jedem dieser vielen Momente können wir uns mit den Wolken oder mit der Sonne in uns identifizieren.
Im Gehen meditieren heißt eigentlich das Gehen genießen, kein Gehen, um anzukommen, sondern nur um zu gehen.
Thich Nhat Hanh